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Mildes Winterwetter entlastet bei den Heizkosten

Dank der milden Witterung mussten deutsche Haushalte im vergangenen Winter weniger heizen. Während die Kosten für Gaskunden nahezu gleich blieben, sparten Ölkunden im Schnitt 11 Prozent ein. Das zeigen Berechnungen des Vergleichsportals Verivox.

Gaskosten stagnieren auf niedrigem Niveau

Nach vorläufigen Angaben des Deutsches Wetterdiensts war der meteorologische Winter 2019/2020 der zweitwärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Alle Monate waren durchweg sehr mild. Der Heizbedarf für einen Musterhaushalt in einem Einfamilienhaus sank gegenüber dem ebenfalls sehr milden Vorjahreszeitraum leicht um 1 Prozent.

Eine Familie mit Gasheizung zahlte für ein warmes Zuhause durchschnittlich 905 Euro. Damit stagnierten die Kosten (+ 0,4 Prozent) im Vergleich zur Heizsaison 2018/2019 auf niedrigem Niveau. Gemäß Verivox-Verbraucherpreisindex lagen die durchschnittlichen Heizkosten für Gaskunden während der aktuellen Heizperiode bei 5,99 Cent pro Kilowattstunde. In der letzten Heizsaison war Gas mit 5,83 Cent pro Kilowattstunde etwas günstiger.

Ölkunden zahlen 11 Prozent weniger

Für Ölkunden beliefen sich die durchschnittlichen Kosten in der aktuellen Heizperiode auf 965 Euro. Das entspricht einem Minus von 11 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dabei profitieren Besitzer von Ölheizungen nicht nur von der milderen Witterung, sondern auch von gesunkenen Rohstoffpreisen. Kostete leichtes Heizöl in der Heizperiode 2018/2019 im Mittel 72,19 Euro pro Hektoliter, waren es in dieser Saison durchschnittlich 64,46 Euro (minus 10,7 Prozent). Im März wurden für leichtes Heizöl 54,82 Euro pro Hektoliter fällig.

„Mit dem Aufkeimen der Coronavirus-Krise hat die für Europa wichtige Rohölsorte Brent in der Spitze um zwei Drittel nachgegeben. Das macht sich auch beim Heizölpreis bemerkbar. Für Hausbesitzer bietet der starke Ölpreisverfall eine günstige Gelegenheit, nach dem Winter preiswert den Tank aufzufüllen“, sagt Valerian Vogel, Energieexperte bei Verivox. „Denn spätestens mit Einführung des CO2-Preises im nächsten Jahr müssen Ölkunden wieder mit einem spürbaren Kostenanstieg rechnen“, so Vogel weiter.

Methodik

Für die Berechnung der Temperaturunterschiede wurden die Gradtagzahlen des Deutschen Wetterdienstes herangezogen. Die Gaspreise entsprechen dem Verivox-Verbraucherpreisindex Gas. Die Heizölpreise (brutto) wurden vom Statistischen Bundesamt übernommen. Der Musterhaushalt entspricht einer drei- bis vierköpfigen Familie in einem freistehenden Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 kWh (Basisjahr 2011). Betrachtet wurde die Heizperiode September bis März.

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