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Neue Rohre auf dem Grund der Spree

Der NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG hat im Flussbett der Spree bei Friedrichshain auf einer Länge von 35 Metern ihre Hochdruckleitung erneuert, die die Heizkraftwerke Klingenberg (Rummelsburg) und Mitte miteinander verbindet und mit Gas versorgt. Das zwei Millionen Euro teure Projekt stellte die NBB vor einige Herausforderungen.

Die Spree drückt mit ganzer Kraft von außen gegen die riesigen Spundwände, die nahe der Michaelbrücke in Friedrichshain mitten in die Spree gesetzt worden sind. Einige Wassertropfen quetschen sich zwischen die Wände und tropfen hinunter in die etwa sechs Meter tiefe Baugrube, in der Mitarbeiter der NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mit eigener Kraft und der eines Schwimmkrans versuchen, ein mehrere Tonnen schweres Rohr in die richtige Position zu bringen. Das zwölf Meter lange Stahlteil, eines von insgesamt drei, wird schon bald auf dem Boden der Spree liegen – wie auch der überwiegende Rest der insgesamt sechs Kilometer langen Hochdruckleitung, die die Heizkraftwerke Klingenberg und Mitte mit Gas versorgt und die Spree in Mitte von Südost nach Nordwest quert.

Die Männer der NBB stehen mit wasserdichtem Schuhwerk und Schwimmwesten bekleidet quasi auf dem Grund der Spree, unbemerkt von den Fahrgastschiffen und privaten Yachten, die auf der Spree unterwegs sind und im Vorbeifahren nur vom Schubprahm und dem Schwimmkran Notiz nehmen. Der Schubprahm hat die vormontierten Teile der 600-er Stahlleitung vom Spandauer Hafen hierher gebracht, dorthin, wo die Hochdruckleitung vom Ufer aus ins Wasser übergeht. Gebaut in den 1980er Jahren und noch im besten Zustand, was regelmäßige und auch aufwändige Prüfungen belegen. Lediglich am linken Flussufer ist bei den routinemäßigen Kontrollen der NBB-Prüfer vorsorglicher Handlungsbedarf festgestellt worden. Um weiterhin die sichere Versorgung Tausender Kunden über die beiden Heizkraftwerke garantieren zu können, ist hier ein Teil der Hochdruckleitung durch neue Rohre ersetzt worden.

Gemeinsam mit der Berliner Otto Mette Wasserbau GmbH & Co. KG hat die NBB Netzgesellschaft als Betreiberin des Berliner und Brandenburger Gasnetzes deshalb im April vergangenen Jahres die spezielle und sehr schwierige Baustelle in Angriff genommen, zunächst durch ein Provisorium die Gasversorgung der Heizkraftwerke während der Bauzeit sichergestellt und ist nebenbei auf so manchen Unrat im Bett der Spree gestoßen: „Wir haben schon einiges aus dem Wasser geholt“, erzählt Steffen Thomas, Leiter Planung und Bau bei der NBB. Alte Bohlen, Müll oder Kohleloren, die schon Jahrzehnte auf dem Grund der Spree lagen und Taucher wie Bauarbeiter genauso überrascht haben wie stählerne Bewehrungen in der alten, 2,10 Meter dicken Betonsohle, die in keinen Unterlagen dokumentiert gewesen sind.

Inzwischen sind die Überraschungen der fachmännischen Routine gewichen. Auf der Plattform des Schwimmkrans dirigiert ein Mitarbeiter der Berliner Wasserbaufirma seinen Kollegen im Führerhaus des Krans mit Handzeichen, um dessen tonnenschwere Fracht auf dem Grund der Baugrube möglichst zielsicher abzusetzen. Die Leitung wird auf einer Länge von 35 Metern nicht nur ersetzt, sondern auch gleich ein wenig tiefer gelegt – eine auch technische Herausforderung, weil von Land und vom Wasser aus zugleich gebaut wird.

Bis Ende Juli werden der neue Leitungsabschnitt ans bestehende Netz angeschlossen und die Baustelle komplett bereinigt sein. Etwas später als geplant, weil es wegen fehlender Genehmigungen und Unterbrechungen im verhältnismäßig strengen Winter doch zu Verzögerungen gekommen ist. Die Kosten werden sich letztlich auf etwa zwei Millionen Euro belaufen – weniger, als ursprünglich geplant.

Die NBB Netzgesellschaft Berlin-Brandenburg mbH & Co. KG betreibt eines der größten örtlichen Gasverteilnetze in Berlin und Brandenburg sowie Teilen Sachsens und Sachsen-Anhalts und übernimmt damit den Gastransport für alle Händler. Daneben gehören die Wartung und der Ausbau der Leitungsnetzinfrastruktur sowie die Durchführung und Gewährleistung des technisch sicheren Betriebes zu ihren Kernaufgaben. Die NBB übernimmt auch die Betriebsführung weiterer Strom-, Wasser- und Fernwärmenetze für verschiedene Stadtwerke und Netzbetreiber.

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